WHITEPAPER · ISO-GPS · 2026
Mit der Einführung der ISO 8015 als genereller Tolerierungsgrundsatz hat sich die Bedeutung Ihrer Maßangaben fundamental verändert – auch wenn die Zeichnung optisch identisch aussieht.
Das Whitepaper im Überblick
Die häufigsten Fehlerquellen in der industriellen Messtechnik – konkret erklärt.
Sobald ein einziges ISO-GPS-Symbol auf der Zeichnung steht, gelten alle 13 Prinzipien der ISO 8015 automatisch – auch ohne expliziten Verweis. Die richtige Frage lautet: Wissen wir, was das bedeutet?
Nur Größenmaßelemente (Zylinder, parallele Flächen, Sphären) sind nach ISO 14405 eindeutig tolerierbar. Bei einem R4 ±0,05 leitet jeder Messtechniker einen anderen Wert ab. Lösung: geometrische Tolerierung über Profil oder Position (ISO 21204).
Die ISO 2768-2 wurde 2021 zurückgezogen. Die neue ISO 22081 deckt nur noch lineare und Winkelgrößenmaße ab – Toleranzen für Radien und Fasen entfallen ersatzlos. Ohne Aufruf der DIN 2769: keine Toleranz, keine Konformitätsaussage.
Spezifikation und Verifikation sind getrennt: Die Zeichnung legt fest, was gemessen werden muss – nicht wie. Wer die Modifikatoren GN (Global Minimum), LP (Local Point) und Ⓔ (Hüllbedingung) nicht beherrscht, kann nicht eindeutig entscheiden: Passt das Teil – oder nicht?
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Q-TECH EXPERT ACADEMY · PRAXISSEMINAR
2-tägiges Praxisseminar in Roding
In Kooperation mit dem Steinbeis-Beratungszentrum
Dozenten: Marcus Grella & Reinhard Kerscher